In Deutschland sind rund 66% aller Männer und rund 50% aller Frauen übergewichtig. Statistisch...
In Deutschland sind rund 66% aller Männer und rund 50% aller Frauen übergewichtig. Statistisch gesehen bemühen sich zu jeder Zeit rund 12% aller Deutschen, ihr Gewicht zu reduzieren und dazu gehört eine solide Personenwaage. Unterschieden werden die herkömmlichen mechanischen (analogen) Waagen und die digitalen (elektronischen) Modelle.
Diese Modelle haben ein mechanisches Wägesystem, sind also unabhängig von Strom oder Batterien, deren lästiges Nachkaufen somit entfällt. Sie sind wegen der fehlenden Elektrik robust und weniger störanfällig und schon für relativ wenig Geld zu haben. Allerdings verzichtet man dafür auch auf zusätzliche Funktionen wie Speichermöglichkeiten oder Körperfettanalyse. Sie sollten nicht auf weichen Untergrund stehen wie z.B. Badematten oder Teppichen, hier kann es nämlich zu fehlerhaften Gewichtsangaben von bis zu 10% kommen. Die Skalen-Einteilung hat meist 500 oder 1000g Schritte.
Eine digitale Personenwaage soll präziser arbeiten als eine mechanische, ist aber aufgrund der Elektronik störanfälliger. Für die Genauigkeit sind Qualität und Positionierung der Drucksensoren entscheidend, die je nach Preisklasse Abweichungen von bis zu 1 kg zur Folge haben können. Schwankende Messwerte sollten jedoch ab etwa 100 Euro Kaufpreis kein Problem sein.
Adipositaswaage
Bei der Auswahl sollte auf die Position der Anzeige geachtet werden, damit deutlich übergewichtige Personen beim Ablesen keine Verrenkungen unternehmen müssen. Auch die Maximalanzeige ist wichtig: bei vielen Modellen ist diese auf 125kg Körpergewicht beschränkt. Wer mit seinem Gewicht darüber liegt, sollte sich für eine sog. Adipositaswaage entscheiden, deren Anzeigebereich bis zu 300kg beträgt.
Zusätzliche Funktionen
Komfortabel sind Speicherfunktionen für die Gewichtsmessungen, abnehmbare Funkdisplays und „sprechende“ Waagen sind wohl eher Spielerei. Achtung: ein Stand-by-Modus zehrt an den Batterien und solarbetriebene Modelle werden in einer dunklen Badezimmerecke nicht lange funktionieren.
Körperfettwaage
Die Körperfettanalyse ermittelt den Fettgewebsanteil der Körpers durch Messung des bioelektrischen Widerstandes. Verschiedene Körpergewebe wie Fett, Muskulatur und Knochen unterscheiden sich in ihrer Leitfähigkeit für elektrische Signale: Fettgewebe leitet schlechter als Muskelgewebe. Beim Wiegen wird ein nicht wahrnehmbares elektrisches Signal von einem Fuß zum anderen geschickt und die Zeitspanne zwischen Senden und Empfang ermittelt. Unter Berücksichtigung von Körpergröße, Alter, Geschlecht und natürlich Gewicht wird dann der Fettanteil errechnet.
Fehlerquellen
Die Messung hat allerdings so ihre Tücken: es erfolgt nur eine „Fuß zu Fuß“-Messung, d.h. es wird strenggenommen nur der Fettanteil der unteren Körperhälfte gemessen. Unter einer Dehydration nach sportlichen Aktivitäten oder reichlich Alkoholgenuss wird der Stromimpuls weniger schnell geleitet und somit falsche Ergebnisse geliefert wie auch bei feuchten oder eingecremten Füssen.
Sporlermodus
Muskelkräftige Sportler sollten beim Kauf darauf achten, ob die Waage einen sog. Sportlermodus besitzt, denn die erhöhte Muskeldichte kann zu irreführenden Messergebnissen führen. Bei Körperfettwaagen sollten die Messungen möglichst immer zu gleicher Tageszeit stattfinden.