Cherry ist der Hersteller schlechthin, wenn es um Standardtastaturen geht. Über diesen Standard versucht sich der Produzent mit seiner Cherry "Cymotion Master Solar" zu erheben. Ein innovatives Desktop-Duo aus Maus und Keyboard, das bei dem Konzept seiner Energieversorgung den Schritt ins 21. Jahrhundert wagt.
Mittlerweile ist die Cherry Cymotion Master Solar ein wenig in die Jahre gekommen. Wer das Produkt trotzdem den neueren vorzieht, wird immer noch im Internet fündig.
Das "Cymotion Master Solar" besteht aus zwei Peripheriegeräten: Maus und Tastatur. Beide sind wireless, also ohne Kabelanschluss mit dem PC verbunden. Dies geschieht per Funk und einem Funkempfänger, der per USB-Stecker an den PC angeschlossen wird.
Die Innovation des Keyboards sorgt für eine Beruhigung des schlechten Gewissens. Was bei Taschenrechnern alltäglich ist, setzt Cherry nun bei einer Tastatur ein: Solarzellen als Stromversorgung. Die Tastatur wird durch zwei AA-Batterien mit Energie versorgt, und diese wiederum sammeln über eine 2 x 9 Zentimeter große Solarzelle die Energie unserer Sonne. Batteriewechsel? Fehlanzeige! Bis man das erste Mal an das Batteriefach muss, könnten schon ein paar Jahre vergehen. Dies ist nämlich erst nötig, wenn die Akkus kaputt gehen.
Die Maus indes eignet sich nicht für eine solare Energieversorgung. Dafür frisst der verbaute Laser-Sensor zu viel Energie. Cherry hat einen kräftigen 800 dpi-Sensor spendiert, der auch für das Spielen von PC-Games geeignet ist. Die Maus bleibt bei einem aufladbaren Akku. Dieser wird jedoch nicht per Ladestation, sondern wie bei modernen Kampfjets "on the fly" aufgetankt. An der Front wird ein Kabel eingesteckt, und schon wird der Akku aufgeladen. Währenddessen ist die Wireless-Maus eben doch eine kabelgebundene. Aber die Lösung ist viel praktischer als eine Ladestation zu verwenden! Da ist die Maus nämlich eine Weile nicht mehr zu benutzen.
Weitere Features werden von der Tastatur geboten: Einer ganze Staffel Sonder- und Extratasten wurde neben der Standardbelegung Platz gegönnt. Auf die bereits bekannten und vielfach verwendeten Tasten zur Steuerung von Media-Inhalten und Playern braucht man nicht weiter eingehen. Nennenswert sind aber die insgesamt zehn Tasten, die zu jeweils fünf am linken und rechten Rand der Tastatur platziert sind. Diese sind über das Treiberprogramm vollkommen frei programmierbar. Durch diese Tasten gewinnt das Keyboard etwas an Breite und wirkt sehr massiv. Dies tut dem Design keinen Abschlag, aber ist vielleicht nicht jedermanns Sache.



