Mit der "Alien Trilogy" hat der Spieler es in der Hand, die garstigen Weltraummonster mit allerlei Waffen zu bekämpfen. Obwohl die Spiele eher lose auf der Alien-Trilogie der Filme von Ridley Scott, James Cameron und David Fincher basieren, lassen sie echtes "Alien"-Feeling aufkommen.
Alien-Trilogy auf Playstation, Sega und PC
1996 veröffentlichte Acclaim seine "Alien Trilogy" für die Spielesysteme Sony Playstation und Sega Saturn. Kurze Zeit später folgte die DOS-Version für Heimcomputer. Im Gegensatz zu vielen anderen Computerspieladaptionen populärer Filme vermochte die "Alien Trilogy" tatsächlich zu überzeugen. Die Gründe hierfür sind mannigfaltig.
Positiv sticht heraus, dass das Spiel im Stile eines Ego-Shooters aufgezogen wurde. Der Spieler wird somit in die Rolle von Ellen Ripley (in vier "Alien"-Filmen von Sigourney Weaver verkörpert) versetzt, die sich plötzlich mit ganzen Horden von Aliens konfrontiert sieht. Anstatt das Geschehen aus einer unbeteiligten Perspektive zu verfolgen, befindet sich der Spieler mitten im Geschehen.
Viel Wert wurde auf die Schaffung jener Atmosphäre gelegt, die zumindest in den ersten drei "Alien"-Filmen für Spannung und gruselige Stimmung sorgte. Dunkle Korridore sowie verwaiste Hallen, die möglicherweise ein oder mehrere außerirdische Kreaturen beherbergen. Deshalb empfiehlt es sich auch, "Alien Trilogy" im Dunkeln zu spielen, bevorzugt mit eingestöpselten Kopfhörern. Denn auch die unheimlichen Geräusche gehören zum Spielefeeling unbedingt dazu.
Schweißtreibender Ego-Shooter alter Schule
Grafisch kann die "Alien Trilogy" mit neueren Spielen natürlich nicht Schritt halten. Doch erweist sich dies als gar nicht nötig, da die wesentlichen Elemente der spannenden Reihe direkt übernommen und geschickt integriert wurden. Die Alien-Kreaturen greifen nicht nur als ausgewachsene Monster an, sondern auch als Facehugger, Chestburster oder "Alien Dog" (wie in "Alien3" von David Fincher präsentiert). Höhepunkt ist der abschließende Kampf gegen die riesige und extrem widerstandsfähige Alien Queen.
Dabei wird auch auf die Besonderheiten der Kreaturen Rücksicht genommen. Die Facehugger etwa klemmen sich visuell unangenehm gut sichtbar ans Gesicht und sämtlichen Kreaturen ist gemeinsam, dass sie Säure statt Blut verspritzen und somit selbst bei direktem Beschuss Verletzungen verursachen können.
Eine grafisch aufgepeppte Neuauflage der "Alien Trilogy" würde gewiss nicht nur Fans der legendären Science-Fiction-Reihe viel Freude bereiten. Denn selbst viele Jahre später erweist sich dieser Ego-Shooter als absolutes Genre-Highlight, das jedem Computerspieler ans Herz gelegt wird. Wer die Gelegenheit dazu hat, sollte ungeachtet dem Alter diesem Spiel eine Chance geben.




