Eines der benutzerfreundlichsten Computergehäuse kommt aus der Fertigung des Produzenten Raidmax, und nennt sich "Smilodon". Doch man merkt, dass dieses solide Modell schon etwas in die Jahre gekommen ist.
Das Internet ist für den Kauf zu empfehlen, da viele Elektrohändler keine große Auswahl an Gehäusen bieten.
Das Raidmax-Gehäuse "Smilodon" ist schon etwas in die Jahre gekommen. Von der sehr gelungenen und benutzerfreundlichen Konstruktion können sich die neueren Cases aber immer noch eine Scheibe abschneiden. Das Gehäuse ist mit wenigen Handgriffen in seine Einzelteile zerlegt, oder so weit geöffnet, dass die Arbeiten an der Hardware sehr leicht sind. Beide Seiten lassen sich bequem abnehmen. Raidmax setzt bei dem Schließmechanismus auf jeweils einen Griff am oberen Ende der Seite, über den der Verschluss entriegelt wird. Die Seite ist dann nach unten hin aufklappbar. Aber auch die Baukomponenten im Inneren des "Smilidon" sitzten nicht angeschweißt an ihrem Platz. Der Mainboardschlitten ist herausnehmbar, und die Positionen der Laufwerkkäfige sind teilweise veränderbar. Aber trotz der sekundenschnellen Zerlegung ist das Raidmax Case als Ganzes sehr solide. Da wackelt nichts: Wie aus einem Guss. Das ist eine vorbildliche Verarbeitung!
Die leichte Handhabung setzt sich bei dem Einbau von Laufwerken fort. Diese werden ganz ohne Schrauben mit einem Plastik-Klipp-System im Gehäuse fixiert. Fehlt nur noch eine integrierte Entkoppelung. Aber man kann ja nicht alles haben.
Das Kühlkonzept ist ganz in Ordnung. Insgesamt vier Lüfter sind ab Werk verbaut. Drei 80mm Lüfter und ein 120mm Arbeitstier für die Front. Als das Gehäuse 2007 auf den deutschen Markt gekommen ist, waren diese Kühlmaßnahmen zeitgemäß. Zum Glück geht der Trend mittlerweile zur ausschließlichen Nutzung von 120mm Lüftern. Der Grund ist einfach die Geräuschentwicklung der kleineren Varianten. Um ausreichend Luft zu bewegen müssen sie vergleichsweise hohe Drehzahlen hinlegen. Und das ist ungleich lauter, als eine größere Variante. Ein zweites Problem bei der Kühlung ist die Frontklappe.
Diese erstreckt sich über die gesamte Front. Dahinter verbergen sich vier 5,25 Zoll Laufwerkschächte und weitere zwei für 3,5 Zoll Laufwerke. Platz wird also genug geboten. Leider befinden sich auch die externen Anschlüsse hinter der Klappe. Diese sind: zwei USB Stecker, sowie jeweils ein Audi Ein- und Ausgang. Etwas unbedacht wirkt diese Positionierung. Denn bei Belegung der Stecker muss die Klappe dauerhaft aufbleiben. Das bereits angesprochene Lüfterproblem mit der Klappe wäre dann allerdings beseitigt! Der große Frontlüfter befindet sich nämlich ebenfalls hinter der Tür. Diese bietet zwar Luftschlitze, aber bei geschlossener Front büßt der Lüfter schon etwas an Zugkraft ein.
Für 79 Euro ist das Case auf jeden Fall einen genaueren Blick wert. Für Nutzer die keine absolute High-End-Hardware verbauen wollen reicht die Kühlleistung aus. Und sie können sich über saubere Verarbeitung und gute Handhabung freuen.


